Uwe Donner aus Saadow

uwe donner aus saadow

Eine feste Größe

Wenn man auf der A13 in Richtung Dresden fährt oder auf dem Berliner Ring unterwegs ist, begegnet man oft einem der auffälligen, gelben Lkw der Donner GmbH. Das Forstunternehmen aus der Lausitz ist präsent – und genießt seit einunddreißig Jahren nicht nur in Brandenburg einen hervorragenden Ruf.

Man könnte einige Superlative aufzählen, die das Unternehmen Donner kennzeichnen. Die schier unüberschaubare Zahl an Maschinen, ein Holzdurchsatz von bis zu 200.000 Fm pro Jahr und ein Jahresumsatz zwischen 12 und 13 Mio. € mögen als Schlaglichter an dieser Stelle reichen.

Es beginnt mit drei Motorsägen

Dabei hat im Frühjahr 1990 nach der deutschen Wiedervereinigung alles ganz klein angefangen. Und zwar als der gelernte Forstfacharbeiter und studierte Forstingenieur in Niedersachsen Dr. Hugold von Behr in Walsrode kennenlernte. „Mit deiner Ausbildung kann ich nur sagen: Mach dich doch selbständig und melde ein Gewerbe an“, schlug ihm damals der Eigentümer des Ritterguts Stellichte vor. Arbeit gab es nach den Stürmen Vivian und Wiebke genug in den deutschen Wäldern, darum folgte Donner seinem Vorschlag – zumal von Behr ihm drei Motorsägen stellte und auch einen ersten Auftrag gab.

In Brandenburg gab es in dieser Umbruchzeit wenig zu holen. Das änderte sich erst mit den großen Verkehrsprojekten der Nachwende. Die Straßenbauverwaltungen erneuerten damals verschlissene Fahrbahndecken und vergaben Baumpflegearbeiten. Später rodete er Trassen für Autobahn- Neubauten. Um Berlin herum und bis nach Dresden gab ihm das auf Jahre hinaus Arbeit.

Heute hat die Donner GmbH drei Schwerpunkte: Fors­t­arbeiten, Energieholz und Rodung sowie Trassen- und Baumpflege. Von der Zahl der Mitarbeiter und vom Umsatz her ist die Forstabteilung am größten. In normalen Jahren beschäftigt sie sich vor allem mit der Selbstwerbung im Privatwald. Für die operative Arbeit sind in jedem der genannten Bereiche Teamleiter eigenverantwortlich für die Auftragsakquise und die -abwicklung zuständig.

Einunddreißig Jahre

Einunddreißig Jahre sind seit der Gründung des Unternehmens vergangen. Einige Mitarbeiter sind fast so lange wie Donner selbst im Betrieb, andere sind bereits in Rente. Was der 60-Jährige zusammen mit seiner Frau Elke aufgebaut hat und was heute so reibungslos funktioniert, war allerdings harte Arbeit. „Und jetzt muss man erkennen, dass sozusagen auf dem Höhe­punkt der Entwicklung schon die Übergabe an die nächste Generation vorzubereiten ist.“

Das ist gelungen, denn ihre Söhne Matthias und Stefan sind schon seit einigen Jahren dabei. Die Geschäftsführung wird eines Tages der Wirtschaftsjurist Stefan übernehmen. Er ging nach dem Abitur zunächst eigene Wege, doch war ihm immer klar, dass er eines Tages zurückkehren wird. Er ist in ein vorbildlich geführtes Unternehmen eingestiegen, in eines

  • das jährlich einen Millionenbetrag in die Modernisierung seiner Maschinenflotte investiert.
  • das seine Mitarbeiter regelmäßig schult – schon weil das Arbeitsschutzmanagementsystem das verlangt, ohne das die Firma Donner manche Aufträge gar nicht erhielte.
  • das seit vielen Jahren junge Leute zum Forstwirt und Maschinenfahrer, zum Landmaschinen-­Mechatroniker oder zur Bürokaufrau ausbildet.

Vielseitig und überregional

Als eine Stärke des Betriebes bezeichnet Uwe Donner dessen Vielseitigkeit und die Fähigkeit, alle Arbeiten auch überregional aus eigener Kraft abwickeln zu können. Dabei kommt er auf die Firma Tesla zu sprechen. Für deren Gigafactory bei Berlin hat er in zwei Bauabschnitten im berüchtigten Tesla-Tempo 150 ha Wald gerodet.

Das Großprojekt, bei dem er zeitweise 31 Harvester, 25 Forwarder und die Holzabfuhr dirigieren musste, war auch für ihn eine neue Dimension. Er musste fast alle Mitarbeiter einbinden – dazu weitere Unternehmen und die Holzindustrie, ohne die er diese Herausforderung nicht bewältigt hätte. Aber wie heißt es so schön auf einem Bild von Udo Lindenberg in seinem Büro? „Es ist nie zu spät, noch einmal durchzustarten.“

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