Für welchen Weg entscheiden Sie sich 2018?

Forstunternehmer / Forstunternehmerin des Jahres

Ohne Forstunternehmer geht im Wald fast nichts. Zwar erledigen private, kommunale und staatliche Waldbesitzer nach wie vor viele Arbeiten selbst oder mit angestellten Forstwirten. Den Großteil der Waldarbeit übernehmen heute jedoch die forstlichen Dienstleistungsunternehmen, bei der mechanisierten Holzernte manchmal bis zu 100 Prozent. Sie ernten und rücken mit ihrem Maschinen das Holz, sie pflanzen und pflegen die Kulturen, bauen Waldwege und übernehmen auf Wunsch sogar den Holzverkauf und die Beförsterung.

Selbst in der Forstwirtschaft ist das breite Aufgabenspektrum der privaten Dienstleistungsunternehmen nicht immer bekannt. Deshalb wollen wir die Leistungen dieser Branche endlich einmal so würdigen, wie sie es verdient. Und zwar, indem wir ab sofort alle zwei Jahre einen Forstunternehmer des Jahres auszeichnen.

Wir suchen dabei ein Forstunternehmer oder eine Forstunternehmerin, der bzw. die einen überdurchschnittlich positiven Ruf in der Branche genießt und als Betrieb oder Person Inspiration für die Branche ist. Jemanden, der im besten Fall nicht nur wirtschaftlich erfolgreich ist, sondern zugleich vorbildliche Waldarbeit, hohe soziale Kompetenz und einen tadellosen Umgang mit den Kunden pflegt.

Bewerben kann sich jedes Forstunternehmen mit Firmensitz in Deutschland. Man kann sich selbst vorschlagen oder von Kollegen und Freunden vorgeschlagen werden. Eine unabhängige Jury wird die Bewerbungen nach Ablauf der Bewerbungsfrist dann sichten und drei Kandidaten nominieren, von denen auf der INTERFORST in München einer den Preis erhält.

Beurteilen wird die Jury dabei unter anderem folgende Aspekte:

  • Hat das Unternehmen ein überzeugendes Betriebskonzept ? Hier stehen das Tätigkeitsspektrum, die Technikausstattung oder die unternehmerischen Ziele im Vordergrund.
  • Gibt das Unternehmen Anstöße für die Entwicklung der Forsttechnik? Im Mittelpunkt stehen hier zum Beispiel die Weiterentwicklung von Forstmaschinen und -geräten oder der forstlichen Arbeitsverfahren.
  • Wie attraktiv ist das Unternehmen als Arbeitgeber? Mögliche Kriterien wären hier hier zum Beispiel eine langjährige Betriebsangehörigkeit der Angestellten.¬
  • Engagiert sich das Unternehmen ehrenamtlich für die Branche? Ist es zum Beispiel in einem Forstunternehmer-Verband aktiv oder in der Politik, um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen oder das Image der Branche zu verbessern?
  • Bildet das Unternehmen Forstwirte oder Maschinenfahrer aus? Werden die Mitarbeiter regelmäßig fortgebildet?

Am 14. September 2019 werden auf den DLG-Waldtagen in Lichtenau im feierlichen Rahmen die Gewinner bekannt gegeben und die Preise überreicht.

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